2018/12/07

Chilloutmamas Wertschätzungs-Balsam für die Mama-Seele

Denkst Du manchmal, hey, was mach ich da, ist das richtig, was ich tue, mach ich es gut genug? Hab ichs überhaupt im Griff?

Und denkst Du das über die Kindererziehung und das Leben als Mutter?

Chill out, meine Liebe, ich sage Dir: Klopf Dir selbst mal auf die Schulter und sag Dir, dass Du es gut machst und stolz auf Dich bist. Überleg mal, was für eine Verantwortung du trägst. Du ziehst Mini-Menschlein zu Erwachsenen gross, die sich in der Welt behaupten können. Und das jahrelang tagaus, tagein, in glücklichen und unglücklichen Zeiten, ob krank oder gesund.

Das bedarf grosser Wertschätzung! Diese möchte ich Dir zusammen mit Chilloutmama hier und jetzt aussprechen:


  • Danke, dass Du die Achterbahn der Gefühle lebst und mitmachst.
  • Dass Du Dir täglich immer mehr Geduld und Verständnis antrainierst und es damit ab und zu auch nicht klappt, denn Du bist schliesslich menschlich!
  • Danke für Deine Unperfektheit.
  • Danke fürs Popoputzen, Wickeln, aufs Töpfchen begleiten (ist ja auch nicht jedermanns Hobby, vor allem wenn das dringendst zu tun ist, wenn die hungrige Mutti gerade den ersten Bissen der lang ersehnten Mahlzeit in den Mund gesteckt hat).
  • Danke fürs Aufstehen in der Nacht, fürs Aushalten des notorischen Schlafmangels und keine Nerven haben.
  • Danke fürs Freuen an den Kindern, an den kleinsten Fortschritten, am Moment geniessen mit den Kleinen, Nähe geben und empfangen.
  • Danke fürs Sorgenmachen!
  • Danke fürs Belastung aushalten, Unsicherheit aushalten, Hoffen.
  • Danke, dass Du die kranken Kinder pflegst, zum Arzt gehst, Dir wieder Sorgen machst, mitleidest und mitfühlst. Denn was die Kinder fühlen, fühlt die Mama mit.
  • Danke fürs Bedürfnisse der Sprösslinge erfüllen, andauernd.
  • Danke fürs unsexy Schlabberklamotten anziehen, ungeschminkt oder mit unterschiedlichen Socken aus dem Haus gehen, weil keine Zeit war neben dem Kinderbetreuen.
  • Danke fürs Leben im Chaos, aufs Legosteine treten, aua!
  • Danke fürs Sonnencreme einstreichen oder auch vergessen und dann Sorgen machen, ob das Kleine einen Sonnenbrand bekommen hat.
  • Danke fürs allerlei Herumschleppen: Kinder, MaxiCosi, Einkaufstüten.
  • Danke fürs Schnuller suchen, Teddybär suchen (nur GENAU dieser darf es sein!).
  • Danke fürs Aushalten von lautem Schreien und dass Du bemerkt hast, dass es keinen Schrei-Ausschalt-Knopf gibt. Danke, dass Deine Ohren dabei etwas kaputtgegangen sind.

Möchtest Du noch mehr Dankeschöns? Es geht noch weiter:

  • Danke für die wunderbaren, aber auch schweren Zeiten, die Du durchmachst.
  • Danke fürs angekötzelt, angepinkelt und angek***t werden und finden «oh mein Liebes».
  • Danke fürs Weitermachen.
  • Fürs Streiten mit dem Papa.
  • Fürs Schönhaben mit dem Papa.
  • Danke, dass Du beim Job umorganisierst und Prioritäten setzst.
  • Danke fürs Grenzensetzen, Leben und Familie organisieren, Herumstressen, Ruhen oder auch nicht. Bringen, Holen, wo auch immer.
  • Du machst es echt toll, wie Du Dich stets so bemühst, Deinen Kindern etwas Gutes zum Essen und Trinken zu geben und sie ernährst! Obwohl sie es ab und zu ausspucken und auf den Boden werfen oder «igitt» sagen. Und sie aber auch oft genüsslich schmatzen.
  • Danke, dass Du für Sauberkeit sorgst: mehrmals täglich das Oh-mein-Gott-hat-eine-Bombe-eingeschlagen-Essgelage vom Boden wischst, staubsaugst, Töpfchen-Unfälle (Spielzeug ins Töpfchen, Geschäft auf den Teppich) charmant beseitigst, Mount-Everest-Kleiderberge wäschst.
  • Danke fürs Kuscheln, Halten, Trösten, Liebe geben, Liebe empfangen.
  • Danke fürs Lächeln, Sprechen, Erklären, Zuhören, Spielen, Dasein.
  • Danke fürs Hinterherrennen, Aufpassen.
  • Danke, dass in Dir das Wunder des Lebens heranwachsen durfte und nun Dein Körper nicht mehr ganz so knackig ist wie vorher, aber dafür mega sexy, yeah Baby!
  • Danke fürs eigene Bedürfnisse zurückstecken.
  • Dass das Mini-Menschlein Dich auf die Toilette begleiten darf, weil es Dir am Rockzipfel hängt und Du denkst: «Habe ich denn keine Minute mehr für mich?»
  • Echt super, wie Du den Mutteralltag bewältigst, ob überfordert oder nicht, völlig überfordert, zweifelnd oder nicht, zufrieden oder nicht. Die Liebe zu Deinen Kindern ist sowieso immer da, ich weiss.
  • Danke, dass Du Dir so viele Gedanken machst, ob Du es richtig machst und Dich dabei auch manchmal schlecht fühlst. Dass Du Deine Handlungen als Mutter reflektierst und immer wieder hinterfragst: «Bin ich denn eine gute Mutter?» (Wie definiert man denn überhaupt eine gute Mutter? Klar ist, Du gibst das Beste, was in Deiner ganz persönlichen Situation und Lebensgeschichte mit dem jetzigen Wissen und Erfahrungsschatz möglich ist.)


Danke, dass Du spätestens heute beginnst, Dich selbst zu lieben, zu wissen und zu vertrauen, dass Du mehr als gut genug bist als Mutter, für dieses Leben und diese Welt.

Wir stossen an auf Dich!

Cheers!

Und jetzt gibts Champagner und Chillout im Sonnenschein. Und vielleicht klettert ein kleiner Sonnenschein dabei noch am Rockzipfel hoch...

Autorin: Priska Michaud

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